Aug 1

Multitasking ist KEINE Tugend

Category: Fragen,Wissen

SpiegelOnline hat mir heute folgendes offenbart: Multitasking ist wohl doch nicht so toll wie viele Leute glauben. Alles schön der Reihe nach und dann passt das. Wie immer, einige Auszüge.

“Alles gleichzeitig, lautet an vielen Arbeitsplätzen das Gebot der Stunde: Telefon, viele Computerprogramme und ein Handy streiten zeitgleich um die Aufmerksamkeit. Wer sich aber so vereinnahmen lässt und alles auf einmal tun will, macht mehr Fehler, verschwendet Zeit – und verlernt das Denken.”

Beim Autofahren: “Die Probanden sind abgelenkt, weil sie während des Fahrens telefonieren. Dass die Versuchspersonen eine Freisprechanlage benutzen, ändert nichts an der hohen Unfallquote. Wer während des Autofahrens telefoniert, egal mit welcher Technik, hat ein viermal so hohes Unfallrisiko. Selbst das Geschehen in seinem Blickfeld nimmt er oft nicht bewusst wahr und seine Reaktionsfähigkeit entspricht der eines Angetrunkenen mit 0,8 Promille Blutalkohol.”

“Multitasking widerspricht damit nicht nur der Arbeitsweise des Gehirns, sondern auch dem ökonomischen Denken. Der Gleichzeitigkeitswahn verschwendet wertvolle Arbeitszeit.”

“Mindestens zwei Regionen im präfrontalen Cortex, die für die Auswahl der passenden Reaktionen zuständig sind, funktionieren demnach wie eine Art Flaschenhals: Handlungsanweisungen gelangen nur langsam und der Reihe nach hindurch.”

” Der sinnlose Versuch, im Job mittels Multitasking produktiver zu werden, koste die amerikanische Wirtschaft jedes Jahr 588 Milliarden Dollar.”
Ich hab’s ja schon vor 4 Jahren gelernt. Alles der Reihe nach und sich nur auf die Aufgabe konzentrieren.

1 comment

1 Comment so far

  1. jafeth October 27th, 2007 10:24 pm

    genau so war es für mich auch, ich bin sehr gern „Multitasking-fähig“. Das war ich schon immer. In unserer Gesellschaft muss man flexibel sein, bereit sein, schnell sein.
    Multitasking erschien mir die richtige Lösung zu sein, das heißt im Grunde fähig zu sein, mehreres gleichzeitig zu machen. Ich war so weit gegangen, dass ich sogar essen konnte und gleichzeitig Fernsehen, das Handy klingelte neben mir, ich ging ran: „Ja die Datei, schicke ich dir gleich“, also schnell noch einen Blick auf den PC am Tisch.

    Datei gesendet, einen Schluck Wasser zwischendurch, ich gehe sogleich in die Küche , koche mir einen Kaffee, bemerke, dass der Postbote da ist, mache die Tür auf, setze mich wieder an den PC, esse den Rest der Pasta, usw. und bin, nicht zu vergessen, währenddessen immer noch am Telefon. Zum Glück bin ich kein Raucher – sonst hätte ich es in meine Routine mit eingeführt. Meine Freundin hat mich sogar mal dabei erwischt, wie ich die Treppe von der oberen Etage herunterkam, einen Teller in der Hand haltend und das Telefon zwischen Kopf und Schulter geklemmt.

    Doch davon habe ich mich, nach grosse Probleme, endlich entfernt, das würde hier den Rahmen sprengen, aber falls dich interessiert habe ich hier davon geschrieben:
    http://jafeth.blog.de/2007/10/22/alles_andere_als_effektiv~3179447

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